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AMATEURFUNK nützt allen (Fortsetzung)

Funkamateure kennen keine Ausländerfeindlichkeit
Der Amateurfunkdienst ist aufgrund seiner Eigenart über alle politischen Strömungen hinweg völkerintegrierend tätig. Diese Verbindungen tragen dazu bei, das Verständnis der Nationen untereinander zu festigen. Er fördert den Demokratisierungsprozess in den GUS-Staaten, so etwa durch die Mithilfe beim Aufbau der demokratischen Amateurfunkorganisationen. Als unentbehrlich hat sich der Amateurfunkdienst bei der Unterstützung von humanitären Hilfsmaßnahmen sowie auch in der Entwicklungshilfe erwiesen (er kann auf das Vertrauen in die örtlichen Funkamateure bauen), worauf seitens des UN-Departments für humanitäre Angelegenheiten anlässlich der ITU-Konferenz für Entwicklungshilfe in Buenos Aires und der UN-Tagung der Vereinigten Nationen in Kyoto im September 1994 ausdrücklich hingewiesen wurde.

Funkamateure sind sozial engagierte Bürger
Um Behinderte, Blinde und sozial Gefährdete aus ihren Reihen kümmern sich die Funkamateure im besonderen Maße. Dies geschieht über nationale Grenzen hinweg. So wirkt der Amateurfunkdienst als Therapie und nicht selten als einzig noch sinnvoller Lebenszweck zugleich. Er wirkt der Vereinsamung alter Menschen, von Arbeitslosen, Langzeitkranken und bei vielen Jugendlichen entgegen und integriert sie in seiner Weise in die Gesellschaft. Er wirkt der Gefahr der Vereinsamung mit allen ihren Folgen entgegen und bewirkt so, dass diese Menschen der Allgemeinheit nicht vorzeitig zur Last fallen. Er leistet damit einen Beitrag zur Minderung der sozialen Kosten.

Der Amateurfunkdienst muss gefördert und unterstützt werden
In der Förderung und Unterstützung des Amateurfunkdienstes ist eine jener nationalen Aufgaben zu sehen, mit denen privates Engagement zugleich der Ausschöpfung latent vorhandener ökonomischer, gesellschaftspolitischer und sozialer nationaler Ressourcen zugeführt werden kann. Daher müssen auch die Essentials des Amateurfunkdienstes, nämlich die persönliche Genehmigung, ein nach Qualifikationen differenzierendes Zeugnisklassensystem sowie die persönliche Verantwortung für die Technik und den Betrieb der Amateurfunkstelle erhalten bleiben und dies unter sachgerechten staatlichen Rahmenbedingungen, in denen die am Gemeinwohl ausgerichtete freie Entfaltungsmöglichkeit der Funkamateure für eine innovative Technik auch künftig gewährleistet wird. Das Gesetz über den Amateurfunk stellt in geradezu idealer Weise hierzu die erforderliche Rechtsgrundlage dar.

Der Runde Tisch Amateurfunk ist Ansprechpartner für Politik und Verwaltung
Die Funkamateure sind in hohem Maße organisiert. Rund 50 000 Funkamateure, also zwei Drittel der deutschen Funkamateure, sind Mitglieder im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. Auf Initiative des damaligen Bundestagsausschusses für Post und Telekommunikation ist darüber hinaus 1994 der Runde Tisch Amateurfunk (RTA) gegründet worden. Der RTA dient insbesondere der Politik und Verwaltung als kompetenter Ansprechpartner in allen hoheitlichen Angelegenheiten und Fragen des Amateurfunks. Bei Gesetzgebungsinitiativen in Bezug auf den Amateurfunk wird der RTA deshalb angehört und hat Gelegenheit zur Stellungnahme. Er zählt mittlerweile 15 Mitgliedsverbände. Die Entscheidungen im Runden Tisch Amateurfunk werden demokratisch-mehrheitlich herbeigeführt und durch Minderheitsvoten ergänzt, in denen alternative Meinungen zum Ausdruck kommen können. Die im Runden Tisch Amateurfunk vertretenen Amateurfunkvereinigungen bleiben selbstständig und sind in ihren Meinungsäußerungen durch die Mitgliedschaft im Runden Tisch Amateurfunk nicht eingeschränkt. Nicht nur das Amateurfunkgesetz, sondern auch die erst kürzlich novellierte Amateurfunkverordnung von 2005 ist durch den Runden Tisch Amateurfunk mitgestaltet worden.

Die Funkamateure in Deutschland leisten eingebunden in der Gemeinschaft aller Funkamateure auf dieser Welt einen volkswirtschaftlichen und sozialen Beitrag zum Nutzen unserer Gesellschaft. Sie sind auch im gleichen Maße bereit, die daraus erwachsenden Verpflichtungen zu übernehmen. Die Funkamateure sind der Ansicht, dass die rechtlichen Grundlagen für den Amateurfunkdienst, wie sie im Gesetz über den Amateurfunk und der Vollzugsordnung für den Funkdienst festgeschrieben sind, keiner Änderung bedürfen. Sie sollen auch künftig so erhalten bleiben, wie sie sich über Jahrzehnte hinweg bewährt haben.

Stand: Februar 2005

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