Home Amateurfunk OV-Infos E-Mail
Termine DARC Anfahrt Impressum
 
Wege zum Amateurfunk

•  Entdeckung der Kurzwelle
•  Der Kurzwellenhörer
•  Funkamateure im KW-Radio
•  BFO und SSB
•  Übertragung von Bild und Schrift
•  Jedermannfunk - CB- und LPD-Geräte

•  CB-Funk und seine Grenzen
•  Kein Basteln, Selbstbau oder Umbau

•  Amateurfunk macht's möglich
•  Die Hürde Amateurfunkprüfung

Entdeckung der Kurzwelle

Auch im Zeitalter des Satellitenfunks hat das Kurzwellenhören nichts von seiner Faszination verloren. Funkamateure entdeckten bei ihren technischen Versuchen mit dem neuen Medium Funk zu Beginn dieses Jahrhunderts die weltumspannenden Reichweiten der Funkwellen zwischen 160 m und 10 m Wellenlänge. In den 20er und 30er Jahren zogen die nationalen Rundfunkdienste nach und errichteten wegen der globalen Reichweiten ihren Auslandsrundfunk auf der Kurzwelle.

Der Kurzwellenhörer
Jeder Rundfunkempfänger mit Kurzwellenteil vermittelt seitdem das aufregende Abenteuer des weltweiten Abhörens der Auslandssendungen. Passionierte Kurzwellenhörer - Short Wave Listeners oder SWLs genannt - schicken Empfangsberichte an die Rundfunkstationen und erhalten dafür bunte Bestätigungskarten aus allen Erdteilen, so genannte QSL-Karten, die sie sammeln.

Funkamateure im KW-Radio
Auch die Funkamateure waren bis in die 50er Jahre mit normalen Rundfunkempfängern neben den Rundfunksendern im 40-m- und 20-m-Band zu hören. Auch sie bestätigen Empfangsberichte mit individuellen QSL-Karten, wenn man als SWL seine Hörberichte an sie schickt oder über den Vermittlungsdienst des Deutschen Amateur-Radio-Clubs an die Amateurfunkstationen versenden lässt.

BFO und SSB
Heute kann man die Funkamateure nicht mehr so ohne weiteres mit einem einfachen Rundfunkgerät empfangen. Funkamateure benutzen nämlich im Kurzwellenbereich ein anderes Übertragungsverfahren als die Rundfunksender: ein Verfahren, das bei gleicher Reichweite Energie spart und eine geringere Bandbreite für den Übertragungskanal benötigt, so dass mehr Stationen in die schmalen Amateurfunkbänder passen. Um mit einem handelsüblichen Weltempfänger Amateurfunkstationen zu empfangen, muss das Gerät über einen zusätzlichen Oszillator verfügen - dem zuschaltbaren BFO - oder mit Synchrondemodulator ausgestattet sein. Beide ermöglichen bei Kurzwellenempfang wahlweise den Empfang des oberen oder unteren Seitenbandes und machen die Aussendungen der Funkamateure wieder hörbar. Man nennt diese Sende- und Empfangsart "SSB", single side band, das englische Kürzel für Einseitenband. Wer sich als Kurzwellenhörer am Amateurfunk beteiligen möchte, muss sich bei der Auswahl seines Empfängers also gut beraten lassen. Dann aber kann er Tag und Nacht auf den klassischen Amateurfunkbändern (80 m, 40 m, 30 m, 20 m, 18 m, 15 m, 12 m und 10 m) den Funksprechverkehr der Funkamateure abhören.

Übertragung von Bild und Schrift
Auf den dem Amateurfunkdienst auch zugewiesenen Bändern (30-m-, 18-m-, 12-m-Band) wird überwiegend Telegrafieverkehr mit Morsezeichen gemacht. Doch auch die Übertragung von Bildern und Texten per Funk (Funkfernschreiben oder RTTY - radio-teletype -, Bildübertragung als Fax und SSTV - slow scan television - sind hier zu finden. Diese Betriebsarten machen Zusatzgeräte erforderlich, um die Übertragung lesbar zu machen. Im Zeitalter des Personal Computers gibt es aber verschiedene Softwarepakete, die diese Entschlüsselung vornehmen. Hier bietet sich dem neugierigen Zuhörer/Zuschauer ein faszinierendes Betätigungsfeld, in dem er sich auch ohne Amateurfunkgenehmigung betätigen kann, denn alle Amateurfunksendungen sind "CQ", d.h. Sendungen "An Alle". Sie dürfen wie Rundfunksendungen von jedermann empfangen werden.
 
weiter