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Wege zum Amateurfunk (Fortsetzung..)

•  Jedermannfunk - CB- und LPD-Geräte
•  CB-Funk und seine Grenzen
•  Kein Basteln, Selbstbau oder Umbau

•  Amateurfunk macht's möglich
•  Die Hürde Amateurfunkprüfung


Jedermannfunk - CB- und LPD-Geräte
Selber senden auf Kurzwelle und UKW, das geht mit einer gültigen Amateurfunkgenehmigung, aber auch ohne Genehmigung. Letzteres natürlich nur im CB-Funk im Citizen Band, als "Bürgerfunk" oder "Jedermannfunk" zu übersetzen. Im Amtsdeutsch wird es ganz korrekt als "Privater Nahbereichsfunk mit Sprechanlagen kleiner Leistung" bezeichnet. Ebenso darf man mit den seit kurzem zugelassenen Handsprechfunkgeräten kleinster Leistung (LPD = Low-Power-Devices) im 70 cm Band Sprechfunk durchführen. Die zugelassenen Kanäle liegen aber im ISM-Bereich (industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendungen) des 70 cm Amateurfunkbandes. Man muss daher - vor allem in Ballungsgebieten - mit erheblichen Störungen durch medizinische Therapiegeräte, HF-Schweißgeräte, Fernsteuerungsanlagen aller Art rechnen.

CB-Funk und seine Grenzen
Wer sich als CB-Funker im 27-MHz-Band versucht hat, kennt die besondere Faszination, die davon ausgeht, dass man nach einem allgemeinen Anruf mit einem bisher unbekannten Partner ins Gespräch kommt, oder sich in regelmäßigen Runden mit Gleichgesinnten trifft. Er lernt aber auch bald die Begrenzungen des Nahbereichsfunks kleiner Leistung kennen: in einer Großstadt reicht es kaum bis zum anderen Ende. Selbst auf dem freien Lande ist die Reichweite auf 30 - 40 km begrenzt. Und da sich jedermann auch ohne die geringsten Vorkenntnisse hier betätigen darf, geht der Funkverkehr auch manchmal drunter und drüber. Ohne eine disziplinierte Betriebstechnik ist aber ein geordnetes Nebeneinander vieler Stationen im gleichen Kanal nicht möglich.

Kein Basteln, Selbstbau oder Umbau
CB-Funkgeräte sind zwar für jedermann zu kaufen und dürfen ohne Anmeldung betrieben werden. Sie unterliegen aber auch erheblichen Einschränkungen; denn sie müssen eine gültige CE-Kennzeichnung haben, sind in der Sendeleistung auf 4 Watt beschränkt, auf nur wenigen Kanälen betriebsbereit, und man darf sie baulich nicht verändern. Selbstbau und Umbau von Geräten mit Amateurfunkfrequenzen ist nur den geprüften Funkamateuren gestattet.

Amateurfunk macht's möglich
Und so schaut denn manch CB-Funkbegeisterter bald recht neidisch auf die Funkamateure mit Amateurfunkgenehmigung und ihre Privilegien: höhere Sendeleistung bis 750 Watt, Richtantennen mit Gewinn, Benutzung von Bandsegmenten über den ganzen KW-Bereich von 160 m Wellenlänge bis zu 10 m, Betrieb von selbst gebauten oder umgebauten Geräten, ohne dass eine Typprüfung erforderlich ist, vielfältige Betriebsarten vom Sprechfunk über Morsen bis zu Bild- und Datenfunkverkehr, Funkverkehr über eigene Amateurfunksatelliten, Experimentiermöglichkeiten auf den höheren Frequenzen im VHF-, UHF und SHF-Bereich.

Die Hürde Amateurfunkprüfung
Nun, vor einen solchen Himmel haben die Götter den Schweiß einer Amateurfunkprüfung gesetzt. Diese "fachliche Prüfung für Funkamateure" muss der am Amateurfunk Interessierte vor einer Prüfungskommission der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ablegen. Nach dieser Prüfung wird ihm ein Amateurfunkzeugnis ausgestellt und ausgehändigt. Dann gehört er zu den ca. 80.000 Funkamateuren in Deutschland und kann mit den über zwei Millionen Funkamateuren aller Herren Länder Kontakt aufnehmen.
 
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