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Amateurfunkgenehmigung - was bedeutet das?

•  Internationale Vorschriften
•  Morsekenntnis für Kurzwellenfunk
•  Amateurfunkklassen
•  Prüfungsanforderungen
•  Gesetzliche Grundlagen
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Internationale Vorschriften
Der Amateurfunkdienst ist ein international anerkannter Funkdienst technisch-experimenteller Art, der von technisch interessierten Laien - eben "Amateuren" - ausgeübt wird. Nach den Radio Regulations (RR) als Anhang zum Internationalen Fernmeldevertrag", können die nationalen Fernmeldebehörden Amateurfunkgenehmigungen an Einzelpersonen vergeben, wenn diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So ist der Amateurfunk weltweit geregelt.

Morsekenntnis für Kurzwellenfunk
Für die höchste Amateurfunkklasse schreiben die RR beispielsweise vor: "Jede Person, die für die Bedienung der Geräte einer Amateurfunkstelle eine Genehmigung erhalten möchte, muss die Fertigkeit fehlerfreier Handabgabe und fehlerfreier Höraufnahme von Texten in Morseschrift nachweisen. Die betreffenden Verwaltungen können jedoch auf die Anwendung dieser Bestimmungen bei Funkstellen verzichten, die ausschließlich Frequenzen oberhalb 30 MHz benutzen".

Amateurfunkklassen
So gibt es in den meisten Ländern mindestens zwei Amateurfunkklassen: Klasse 1 für alle Amateurfunkbänder einschließlich der Kurzwellenbereiche und Klasse 2 nur für UKW und höhere Frequenzbereiche. Für diese Klasse muss man keine Kenntnisse der Morseschrift nachweisen. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es drei Amateurfunkklassen, die Klassen 1 und 2 sowie die Klasse 3, die so genannte Einsteigerklasse.

Prüfungsanforderungen
Für alle drei Genehmigungsklassen muss man in der Prüfung Kenntnisse der Elektronik, der Hochfrequenztechnik bei Sendern und Empfängern, der Antennentechnik, der Wellenausbreitung u.ä. nachweisen. Ferner werden Kenntnisse der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften (RR, Amateurfunkgesetz mit Amateurfunkverordnungen usw.) und Nachweis "Betrieblicher Kenntnisse" verlangt (internationale Abkürzungen, Kenntnis der Frequenz-Zuweisungen und Bandgrenzen, Abwicklung des Funkverkehrs usw.). Die Mindestanforderungen für die fachliche Prüfung für Funkamateure in den Zeugnisklassen sind für das Bestehen der Prüfung zum Erwerb der Amateurfunkzeugnisklassen 1 bis 3 in den Teilprüfungen Technische Kenntnisse, Betriebliche Kenntnisse und Kenntnisse von Vorschriften jeweils 75 vom Hundert. Die Prüfungsinhalte und -anforderungen für die Zeugnisklasse 1 und 2 entsprechen den harmonisierten Standards der CEPT. Der Umfang ist begrenzt auf Themen, die bedeutsam sind für den Betrieb von Amateurfunkstellen und Versuchen, die von Funkamateuren durchgeführt werden. Für die Zeugnisklasse 3, die nicht den harmonisierten Standards der CEPT entspricht, wird für die Prüfungsfächer Technische Kenntnisse, Betriebliche Kenntnisse und Kenntnisse von Vorschriften mit einem gesonderten Fragebogen nur das Grundwissen geprüft. Für die Zeugnisklassen 1 und 2 werden über dieses Grundwissen hinaus weiterführende Kenntnisse in den Prüfungsfächern Technische Kenntnisse, Betriebliche Kenntnisse und Kenntnisse von Vorschriften geprüft.

Gesetzliche Grundlagen
In der Bundesrepublik wurde der Amateurfunk mit dem "Gesetz über den Amateurfunk vom 14. März 1949" legalisiert und durch die "Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über den Amateurfunk" näher bestimmt. Das zurzeit gültige Amateurfunkgesetz (AFuG 1997) wurde in seiner jetzigen Fassung vom Deutschen Bundestag beschlossen und ist am 28.06.1997 in Kraft getreten. Dieses Gesetz regelt die Voraussetzungen und die Bedingungen für die Teilnahme am Amateurfunkdienst. Die Durchführung dieses Gesetzes ist geregelt in der Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk (Amateurfunkverordnung – AFuV) vom 23. Dezember 1997.
 
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