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Amateurfunk-Fernsehen "ATV"
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Siehe auch Kieler Nachrichten
Artikel vom 22. Okt. 2005
Ergänzende Fotos zum Thema (von Mathias Grimm DL4LBY, IGAF )
Homepage der IGAF (Interessengemeinschaft
Amateurfernsehen in Schleswig-Holstein) |
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Technische Daten des ATV Relais DB0IL:
Standort: Kiel-Ellerbek JO54BH |
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- Eingabefrequenzen,
analog: 1252*, 2343, 3440, 10400, 24220 MHz und Laser
Standard Betriebsart für benutzbare Eingaben:2343 und
10400 MHz, autom. erweitert bei mehr als 2
benutzte Eingaben auf 1252 und 24220 MHz mit
Quadbildausgabe. (mehr unter Aktivitätszeiten und DTMF)
- ACHTUNG:
Auf der Eingabe 1252 MHz darf nur mit 5 W EIRP gesendet
werden. Störungen eines Primärnutzers können zum
Erlöschen der Genehmigung der 23cm Eingabe führen.
- Tonträgerfrequenzen
Eingabe: 1252 MHz: 5,5 MHz, andere Eingaben: 6,5 MHz
- Ausgabefrequenzen,
analog: 5712 und 10180 MHz Tonträger:
6,5 MHz (umschaltbar auf D-ATV) Ausgabefrequenz,
digital 10180 MHz, empfangbar mit DVB-S
Receiver, z.Zt. nur auf Anforderung bei Stationen mit
Packet Zugang 6000 kSym/s. Es werden 2 Kanäle mit der
Kennung db0il vid1 und db0il vid2 gesendet.
- Antennen:
horizontal polarisiert, nahezu rundstrahlend. Typ
Hohlleiterschlitz, 23cm Alford
Schlitzant.Vorzugsrichtung Ost-West, Höhe über NN: ca.
85m, Höhe über Grund: ca. 45m
- Betrieb:
Sender: 24 Std/Tag. Empfang: 10400 MHz, 2343 MHz 24
Std/Tag Alle anderen Eingaben auf Anforderung per DTMF
und/oder besonderen Packet Radio Zugang,automatisiert
bei genutzten Eingaben 10400 o. 2343: zusätzlich 1252
und 24220 MHz Die Eingabe 3440 MHz kann z.Zt. mit der
DTMF-Aktivierung db0oho benutzt werden. Das Monitoring
von db0oho ist vorübergehend nicht möglich. Übertragung
von frequenzmodulierten Videosignalen mit neg.
gerichtetem Synchronzeichen erfolgt ohne
besondere Zugangscodierung. Reaktionszeit der
Auswerteschaltung ca. 2-4 Sekunden
-
Fernüberwachung: per DTMF und im Detail via
Packet Radio für spez. Stationen
- Internet
Videostream: auf Anforderung kurzzeitig möglich
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Amateurfunk-Fernsehen "ATV"
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werden wie
beim kommerziellen Fernsehen bewegte Bilder
und ein dazugehörender Ton übertragen. Bei
guten Übertragungsbedingungen kann die
gleiche Qualität erreicht werden. Der Inhalt
der Sendungen muss sich wie bei allen
Betriebsarten auf die Themen des
Amateurfunks beziehen. Die Sendungen dürfen
nicht öffentlich angekündigt werden und
sollen technisch experimentellen Charakter
haben.
ATV-Betrieb
ist ab 430 MHz aufwärts auf fast allen
Amateurfunkbändern möglich, so z. B. auf dem
70 cm-, 23 cm-, 13 cm- und 3 cm-Band. Die
übertragenen Bilder können von einer
Videokamera, einem Videorekorder, von einem
Computer mit Bewegtbildgrafik oder von einem
Testbildgenerator zum Beispiel mit
Schrifteinblendung kommen. Dieses
Videosignal und der Ton von einem Mikrofon
oder einem Videorekorder werden einem
ATV-Sender zugeführt.
Der
ATV-Sender fasst das Bild- und Tonsignal
zusammen und setzt beide in den
Frequenzbereich um, in dem die
Funkübertragung erfolgen soll. Dieser als
Modulation bezeichnete Vorgang wird zum
Beispiel in Amplitudenmodulation „AM“ und
Frequenzmodulation „FM“ unterschieden. Bei
der Frequenzmodulation „FM“ wird die
Sendefrequenz für Bild und Ton gemeinsam in
ihrem Frequenzwert geändert. Nach diesem
Verfahren arbeiten die analogen
Fernsehsatelliten. Vorteil: einfache
Schaltungstechnik beim Sender, analoge
Sat-TV-Receiver können zum Empfang verwendet
werden. Vorteil: hohe Bildqualität, große
Robustheit der Aussendung gegenüber
Fremdsignalen (z. B. durch
Mehrwegausbreitung) Nachteil: große
Bandbreite von ca. 20 MHz. FM-ATV wird auf
dem 23-cm-Band und höheren Bändern
betrieben. Bei AM wird das Signal direkt auf
den Träger des Funksignals aufmoduliert.
Vorteil: Geringere Bandbreite. Nachteil:
Höhere Störanfälligkeit.
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Digitales Amateurfunk-Fernsehen (DATV)
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soll – wie
derzeit schon im Fernsehrundfunk zu
beobachten – analoge
Fernseh-Übertragungsverfahren mittelfristig
ablösen. Die wesentlichen Vorteile der
digitalen Technik sind in einer
vergleichsweise geringen
Übertragungsbandbreite (ab 2 MHz) sowie
einer größeren Reichweite im freien Gelände
und besseren Bildqualität bei gleicher
Sendeleistung zu sehen. Bei den Geräten der
1. Generation wird die im Mobilfunk bewährte
GMSK-Modulation verwendet, während in einer
weiterentwickelten Variante (3. Generation)
zusätzlich die beim digitalen Satelliten-TV
(DVB-S) bewährte QPSK-Modulation mit höherer
Bildqualität aktivierbar ist. Außerdem
ermöglichen neue hochintegrierte MPEG2-Coder
und -Decoder-Bausteine jetzt auch
Funkamateuren, digital Live-TV zu senden und
zu empfangen. Nachteil: Empfangsprobleme im
Gebirge durch Reflexionen, dadurch oft kein
Empfang trotz guter Feldstärke. Große
Störanfälligkeit gegenüber Fremdsignalen,
großer technischer Aufwand mit Abhängigkeit
von zur Zeit nur einem marktbeherrschenden
Hersteller der Sendekomponenten / Software.
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Schmalband Amateurfunk-Fernsehen (SATV) |
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Als Schmalband
Amateurfunk-Fernsehen (SATV) wird die
Variante von AM-ATV, die deutlich weniger
Bandbreite benötigt im Vergleich zu den
kommerziell üblichen Modulationsparametern,
bezeichnet. So kann der Tonträger in FM
direkt auf den Bildträger moduliert werden.
Wegen der geringen Videobandbreite unter
1 MHz ist die Übertragungsqualität bei SATV
schlechter als bei ATV, aber die Reichweite
ist bei gleicher Leistung durch die mögliche
kleinere Empfängerbandbreite deutlich
größer.
Davon gibt es
noch die extrem schmalbandige Variante
„Narrow Bandwidth Television“ (NBTV). Diese
belegt in einer modernen PC-basierten Form
mit 2,6 Bildern/sec nur die Bandbreite eines
SSB-Signals (2,5 KHz) und kann somit auch
auf den Kurzwellen-Amateurbändern angewandt
werden. Etwa 20 KHz Bandbreite belegen die
schnellen NBTV-Übertragungen mit 12,5
Bildern pro Sekunde im sogen.
„NBTVA-Standard“ (32 Zeilen senkrecht,
Abtastung von rechts unten nach links oben
ohne Zeilensprung, Seitenverhältnis 3:2 bei
12,5 Bildern pro Sekunde) unter Verwendung
der mechanischen Nipkow-Scheiben-Abtastung
nach dem Vorbild des TV-Pioniers J.L.Baird,
bzw. zunehmend auch elektronisch oder
mittels PC.
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Slow Scan TV
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Für die
Übertragung von Standbildern auf Kurzwelle
wurde ein spezielles Verfahren entwickelt,
das man Slow Scan Television (SSTV) nennt.
Bei diesem Verfahren werden ursprünglich 120
Zeilen in 8 Sekunden (schwarz-weiß), aber in
Weiterentwicklungen auch bis zu 496 Zeilen
in 406 Sekunden (P7, Farbe) gesendet, die in
einem Computer zwischengespeichert werden.
Vorteilhaft ist, dass
-
kurzzeitige Störungen nur wenige
Bildpunkte verfälschen und
- die
benötigte Bandbreite nur etwa 2,5 kHz
beträgt.
Auch hier
gibt es inzwischen schmalbandige digitale
Varianten mit Fehlerschutz wie WinDRM und
DigTRX, die aber leistungsfähige Computer
voraussetzen. Mit einem vergleichbaren
Verfahren werden auch die Bilder zur Erde
gesendet, die Satelliten von der Oberfläche
anderer Planeten wie dem Mars aufgenommen
haben.
Text von
Wikipedia
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